Apollofalter

Der Apollofalter gehört, mit seinen bis zu knapp 8 cm Flügelspannweite, zu den Ritterfaltern. In Deutschland gibt es nur noch wenige Vorkommen, diese befinden sich in den Bayerischen Alpen, in Franken, an der Mosel und auf der Schwäbischen Alb. Er wird in der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ geführt.

Lebensraum für den Apollo bieten sonnige, felsige Hänge mit ausreichendem Blütenangebot von Disteln, Flockenblumen und Wildem Majoran.

Die Raupen überwintern im Ei, schlüpfen neun Monate später und benötigen dann als Futterpflanze die Weiße Fetthenne oder auch Weißer Mauerpfeffer genannt. Zwei bis drei Monate ernähren sie sich von der Futterpflanze, dann erfolgt die Verpuppung. Wenige Wochen danach fliegen die ersten Falter.

Die Flugzeit ist von Juni bis August.

2023

In diesem Jahr ist alles gefühlt irgendwie anders. Es sind überall generell wenig Falter zu sehen.

Mitte Juni sind wir das erste mal vor Ort und es ist nichts zu sehen, bis auf ein paar wenige Schachbrettfalter. Da wird man schon etwas nachdenklich …

Ende Monat starten wir einen zweiten Versuch, jetzt sieht es etwas besser aus. Ein paar Apollos fliegen und weitere Arten kommen dazu. Anfang Juli werden es noch mehr, Gott sei dank. Mission Apollo 2023 erfolgreich.

Apollofalter

weitere Arten: Schachbrettfalter,Großes Ochsenauge, Kreuzdorn-Zipfelfalterr, Zitronenfalter, Kleiner Eisvogel, Taubenschwänzchen, Kleiner Kohlweißling,

Kleiner Feuerfalter und Roter Scheckenfalter.

2022

Im Revier des „Schwarzen“ waren wir in diesem Jahr etwas früher. So steht einer rechtzeitigen Mission Apollo nichts mehr im Weg.

Mitte Juni sind wir zum ersten mal im Zielgebiet. Wir können einige Falter entdecken, die meisten fliegen aber am Hang entlang.

Eine bereits blühende Distel wird immer wieder angeflogen, so bekommen wir noch ein paar Bilder.

Taubenschwänzchen und Bläulinge eignen sich auch als Motive. Der Libellen-Schmetterlingshaft ist ebenfalls wieder zu sehen.

Für so eine Mission Apollo reicht ja ein einzelner Tag nicht aus, so sind wir eine Woche später nochmal vor Ort.

Diesmal sind es an die zehn bis fünfzehn Falter die unterwegs sind. Wir finden einige auf dem Weißen Mauerpfeffer und auch der Zwergholunder wird jetzt besetzt. Das gibt ein paar schöne Bilder. Ein Kreuzdorn-Zipfelfalter und einen Mauerfuchs entdecken wir noch.

Das waren wieder ein paar schöne Stunden, und so können wir auch die Mission Apollo 2022 erfolgreich beenden.

2021

Eine Mission Apollo auch in diesem Jahr? Ja klar, die Frage ist nicht ob sondern wann.

Der Juni war mit Kaiserstuhl und Suche nach dem „Schwarzen“ ausgefüllt. Und Mitte, Ende Juli ruft bereits der Alpenbock.

So starten wir gleich Anfang Juli zur diesjährigen Mission Apollo. Im Zielgebiet angekommen sehen wir nur vier bis fünf Falter fliegen, und einer kommt kurz in Reichweite unserer Objektive. Dafür entdecken wir zum ersten Mal in diesem Gebiet den Libellen Schmetterlingshaft, ein interessantes Tier.

Ein paar Tage später ziehen wir nochmal los. Es ist teilweise recht windig, doch haben wir Glück und können einige Aufnahmen vom Apollofalter machen.

Vier Tage später, das Wetter ist schön, wir machen eine kleine Wanderung und landen „zufällig“ im Gebiet des Apollofalters.

Und nochmal sehen wir ihn fliegen.

2020

Zur diesjährigen Mission Apollo starten wir am 1. Juli.

Vor Ort ist der Ostwind bereits stärker als vorher gesagt. Wir sehen einige Exemplare unten am Hang entlang fliegen. Ein paar wenige kommen in Reichweite unserer Objektive. Der Wind wird immer stärker, keine Chance mehr, wir brechen ab.

Zwei Tage später ein neuer Versuch.

Bis zur Mittagszeit fast kein Wind, aber nur zwei Apollofalter. Da machen wir noch ein paar Aufnahmen von den Schachbrettfaltern.

Schachbrettfalter und Angriff der Ameisen

Aller guten Dinge sind drei. Fünf Tage später schultern wir nochmal den Fotorucksack. Es ist richtig warm heute. Einige Apollofalter sind recht quirlig am sonnenbeschienen Hang zwischen Felsen und Fetthenne unterwegs. Ein ganz anderer Blickwinkel, aber auch interessant.

Schön, dass wir sie wieder sehen durften.

2019

Im Rahmen unserer Flora/Fauna-Fotoexpedition im Ländle waren wir im letzten Jahr erstmalig im Apollofalter-Gebiet.

Bilder davon gibt es hier zu sehen: Flora und Fauna im Mai und Juni 2018

 

Wir möchten diesen schönen Falter unbedingt wiedersehen, und so starten wir auch in diesem Jahr ins Zielgebiet zu einer neuen Mission Apollo.

Es fliegen nicht ganz so viele wie im letzten Jahr. Vielleicht ist die Hauptflugzeit dieses Jahr auch etwas später.

Wir freuen uns aber, diesen wunderschönen Schmetterling wieder fliegen zu sehen und ein paar Aufnahmen machen zu können.

Es fliegt und krabbelt auch sonst noch einiges umher.